Projekt: "Rollstuhlsport und Inklusion" vom 26. bis 29. April 2010
Der folgende Projektbericht konnte leider erst jetzt eingestellt werden; wir bitten für die Verspätung um Entschuldigung. Für den Bericht bedanken wir uns bei Christine von Kirschbaum von mittendrin e.V. (Mehr Informationen zum Thema "Inklusion" finden Sie unter Eine Schule für alle).
Projektbeschreibung:
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS), Abteilung Kinder- und Jugendsport und dem Verein mittendrin e.V. fanden am Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium in Köln vom 26. bis 29. April 2010 vier Projekttage "Rollstuhlsport und Inklusion" für die Klassen der Unterstufen statt. Die Schüler der Klassen 5 bis 9 wurden jeweils in einer Doppelstunde an das Thema körperliche Behinderung herangeführt. Mobilitätstrainer Klaus D. Herzog vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband, der selbst Rollstuhlfahrer ist, gelang eine gute Mischung aus Sport im Rollstuhl und Gesprächen mit den Schülern, in denen ein offener Gedankenaustausch über das Thema Behinderung und Inklusion stattgefunden hat.
Spielerisch haben sich die Kinder in die Welt der Rollstuhlfahrer hinein versetzt und die Möglichkeiten und Grenzen erfahren. Den Schülern wurden dazu Rollstuhltechniken gezeigt, es wurden Fangspiele und Basketball gespielt und es fanden Wettrennen in Rollstühlen statt. Von den Schülern wurde das Schieben des Rollstuhls sowie das „Geschoben werden“ ausprobiert. Die Kinder erlebten dabei auch den Verlust der Kontrolle über den Rollstuhl und damit über die eigene Bewegung, wenn ihre Mitschüler den Rollstuhl mit großer Geschwindigkeit schoben. Immer wieder kamen dann die Schüler in einer großen Runde zusammen, um über das Erlebte zu sprechen.
Hier einige Antworten der Schüler auf die Frage "Was ich gelernt habe": Rollstuhl fahren, Leben im Rollstuhl ist schwierig, Rollstuhlfahren macht Spaß, Verständnis für Rollstuhlfahrer, wie man sich fühlt, Barrieren im Alltag, Wie man Rollstuhlfahrern hilft, Respekt vor Rollstuhlfahrern, Man soll Rollstuhlfahrern helfen, Froh nicht behindert zu sein, Rollstuhlfahrer sind normale Menschen, Keine Scherze über Rollstuhlfahrer machen
Viele Schüler erzählten von ihren persönlichen Begegnungen mit Rollstuhlfahrern in ihren Familien oder auch in der eigenen Schule, denn im Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium sind mehrere Schüler/innen und eine Lehrerin auf einen Rollstuhl angewiesen. Es wurde über Hilfe geben und nehmen gesprochen und darüber, dass Menschen mit Behinderung auch selbst zur Inklusion beitragen müssen, in dem sie auf andere zugehen und die Hilfe erbitten, die sie brauchen.
So waren es für die Schüler zwei wertvolle Schulstunden voller Bewegung für Körper und Geist und sicher eine prägende Erfahrung für alle Beteiligten - für die Fußgänger, weil sie sich mit Ausschnitten aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers befassten, für die Schüler mit Behinderung, weil diesem Ausschnitt ihres Lebens einmal viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde. Die Erfahrungen haben dazu beigetragen, Vorurteile und Barrieren abzubauen und den Blick für ein Miteinander in Unterschiedlichkeit zu schulen sowie das soziales Engagement der Kinder – nicht nur für die Rollikids, sondern für Schwächere im allgemeinen - zu fördern.
Die Projektkosten wurden vom Rotary Club Köln-Hahnentor sowie vom Förderverein des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums getragen.
Bildergalerie:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |











